Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte

AMD – altersbedingte Makuladegeneration

Bei der altersbedingte Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine Erkrankung des Sehzentrums (Makula oder Gelber Fleck), die mit zunehmendem Alter auftritt. Sie ist multimodal, d.h. viele verschieden Ursachen tragen letztlich gemeinsam zur Erkrankung bei. Stoffwechselabbauprodukte können nicht mehr in ausreichendem Mass abtransportiert werden und lagern sich in weiterer Folge im Bereich des schärfsten Sehens (der Makula) ab.
Allgemein bekannt sind eine feuchte und eine trockene Form der AMD. Im Falle einer feuchten Makuladegeneration können wir im ambulanten Setting und unter absolut sterilen Bedingungen Medikamente ins Innere des Auges (Vitreus oder Glaskörper) verabreichen. Diese sogenannten intravitrealen Injektionen führen wir ebenfalls in der Klink Gut in Fläsch durch. Grossen Wert legen wir dabei auf einen reibungslosen, angenehmen Ablauf und kurze Wartezeiten für Sie.

Im Laufe der Erkrankung ist ein Wechsel der trockenen in die feuchte Form der Makuladegeneration möglich. Laufende Kontrollen durch einen Augenarzt tragen wesentlich zu einer raschen Diagnose und zeitnahen Behandlung bei. So kann erwiesenermassen ein weiterer Abfall der Sehkraft oft verhindert werden. Ob und wie oft diese Medikamente ins Auge verabreicht werden müssen, ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Auch eine Prognose zur langfristigen Entwicklung Ihrer Sehkraft ist oft äusserst schwierig. Für uns ist es selbstverständlich, Sie auf diesem Weg einfühlsam und umfassend zu beraten.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Unabhängig von der Art der Zuckerkrankheit – früher wurde hauptsächlich nur zwischen Typ I und Typ II von Diabetes mellitus unterschieden – kann es früher oder später zu einer Schädigung der Gefässe und Nerven im gesamten Körper kommen. Das Auge ist das einzige Organ, welches einen direkten Blick auf Nervenzellen (Netzhaut) und Gefässe erlaubt. Selbst mikroskopisch kleine Veränderungen fallen dem Augenarzt hier auf. Regelmässige augenärztliche Kontrollen auch bei unauffälligen Befunden sind absolut notwendig und sinnvoll, da die Zuckerkrankheit oft erst nach Jahren zu Folgeschäden an Gefässen und Nerven führt.

Netzhautdefekte, Netzhautablösung (Amotio ret.)

Blitze und Russregen (viele kleine schwarze „Mücken“) können hinweisend für einen Netzhautdefekt sein. Diese Symptome sind alarmierend und müssen umgehend von einem Augenarzt untersucht und ggf. versorgt werden. Die Augenärzte Sargans behandeln Netzhautdefekte dank neuester Lasertechnik schnell und unkompliziert direkt in der Praxis in Sargans.
Bleibt ein Netzhautdefekt unentdeckt oder wird zu lange abgewartet, könnte sich daraus eine Netzhautablösung (Amotio retinae) entwickeln. Dabei wird das Gesichtsfeld eines Auges zunehmend von einem Schatten oder Graubereich eingeengt. Ist auch das Sehzentrum betroffen, kann die langfristige Auswirkung auf die Sehschärfe nur noch schwer abgeschätzt werden.

Gefässverschlüsse (Thrombosen)

Ein Gefässverschluss kann Arterien oder Venen betreffen. Verschliesst sich ein Gefäss, wird das entsprechende Netzhautareal nicht mehr versorgt. So kann es zum Ausfall der gesamten Netzhaut oder nur gewisser Netzhautabschnitte kommen. Die vom Patienten wahrgenommenen Symptome reichen von einer langsamen, kontinuierlichen Sehkraftminderung bis hin zu plötzlichem „Schwarzsehen“. Auch vorübergehende oder inkomplette Verschlüsse sind möglich. Die Auswirkungen auf die Sehkraft können dann ebenfalls nur vorübergehend sein, sollten jedoch unbedingt abgeklärt werden.

Erbliche Augenkrankheiten (z.B. Retinitis pigmentosa)

Erbliche Augenkrankheiten können sowohl die vorderen als auch die hinteren Augenabschnitte betreffen. Eine der häufigsten erblich bedingten Netzhauterkrankungen ist z.B. die Retinitis pigmentosa. Die Früherkennung dieser Erkrankung ist sehr wichtig. Bereits wenn ein Kinderwunsch besteht, möchten viele Paare wissen, wie hoch das Risiko ist, die Erbkrankheit auf den Nachwuchs zu übertragen. Aber auch für die Berufswahl kann es ausgesprochen wichtig sein, über die Auswirkungen einer Erbkrankheit, insbesondere auf die Sehschärfe und das Gesichtsfeld, Bescheid zu wissen.